Am Montagmorgen(24.08.2026) ist in einem Patientenzimmer des Klinikums Cracau in Magdeburg ein Feuer ausgebrochen. Rund 70 Patienten wurden innerhalb kurzer Zeit aus dem Bettenhaus B gebracht. Drei Personen mussten medizinisch versorgt werden. Die Patientenversorgung im Klinikum bleibt sichergestellt.
Am Montagmorgen (24.08.2026) kam es im Klinikum Cracau zu einem größeren Feuerwehreinsatz. Gegen 8:40 Uhr wurde ein Brand in einem Patientenzimmer der gastroenterologischen Station im Bettenhaus B gemeldet.
Die Evakuierung des Gebäudes wurde unmittelbar eingeleitet. Bereits rund zehn Minuten nach der ersten Meldung war das gesamte Bettenhaus geräumt. Insgesamt mussten etwa 70 Patienten vorsorglich das Gebäude verlassen.
Während des Einsatzes wurden die Patienten zunächst in der Kirche und im Handwerkersaal auf dem Gelände der Pfeifferschen Stiftungen untergebracht und dort weiter betreut. Eine Verlegung in andere Krankenhäuser war nach Angaben des Klinikums nicht notwendig.
Drei Personen medizinisch versorgt
Kurz nach 9 Uhr war das Feuer gelöscht. Anschließend konnte damit begonnen werden, die Patienten schrittweise in die wieder nutzbaren Bereiche des Bettenhauses zurückzubringen.
Die Patientin, in deren Zimmer das Feuer ausgebrochen war, erlitt eine Rauchgasvergiftung. Sie wurde zunächst gemeinsam mit zwei weiteren leicht verletzten Personen in der Notaufnahme versorgt. Anschließend wurde die Patientin zur weiteren Behandlung auf die Intensivstation aufgenommen. Ihr Zustand wird als stabil beschrieben.
Gastroenterologische Station erheblich beschädigt
Das Feuer hat insbesondere die unmittelbar betroffene gastroenterologische Station erheblich beschädigt. Der Bereich kann vorerst nicht mehr genutzt werden und muss innerhalb des Klinikums verlagert werden.
Nach derzeitiger Einschätzung könnte die Wiederherstellung der Station mehrere Monate dauern.
Auch die darüberliegende Station 2B ist von den Folgen des Brandes betroffen. Sie kann derzeit ebenfalls noch nicht genutzt werden und wird technisch überprüft. Eine vollständige Freigabe wird frühestens im Laufe des Dienstags erwartet.
Patienten aus den vorerst nicht nutzbaren Bereichen werden auf andere Stationen und Zimmer innerhalb des Klinikums verteilt.
Krankenhausbetrieb läuft weiter
Trotz des Brandes konnte die medizinische Versorgung während des gesamten Einsatzes aufrechterhalten werden. Operationsbereich, Intensivstation, Notaufnahme und Funktionsbereiche bleiben in Betrieb. Auch wichtige technische Einrichtungen wie Aufzüge und Sauerstoffversorgung funktionieren.
Aufgrund der notwendigen Umverteilung der Patienten und der vorübergehend geringeren Bettenkapazität kann es in den kommenden Tagen in einzelnen Bereichen zu einem reduzierten Betrieb kommen. Die stationäre und akutmedizinische Versorgung sei jedoch weiterhin sichergestellt.
Schaden geht in die Millionen
Nach einer ersten Einschätzung entstand durch das Feuer und dessen Folgen ein Sachschaden in Millionenhöhe. Wie hoch der Schaden tatsächlich ist, lässt sich derzeit noch nicht beziffern.
Die Ursache des Feuers ist bislang unklar. Die Kriminalpolizei hat Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Parallel laufen technische Prüfungen und Arbeiten, um die betroffenen Bereiche schrittweise wieder in Betrieb nehmen zu können.
