Die Tarifverhandlungen zwischen dem Kommunalen Arbeitgeberverband Sachsen-Anhalt (KAV) und der Gewerkschaft ver.di im öffentlichen Nahverkehr sind erneut ins Stocken geraten. Die dritte Verhandlungsrunde am 17. März 2026 endete ohne Einigung, da ver.di das Arbeitgeberangebot ablehnte und neue Streiks ankündigte.
Die Gewerkschaft fordert eine Absenkung der durchschnittlichen Wochenarbeitszeit auf 35 Stunden bei vollem Lohnausgleich – eine Änderung, die nach Angaben der Arbeitgeber einer Entgelterhöhung von über 8 % bzw. 21 zusätzlichen bezahlten Arbeitstagen entspricht.
Die kommunalen Nahverkehrsunternehmen hatten hingegen bereits umfangreiche Entlastungen angeboten, darunter drei zusätzliche freie Tage, erhöhte Nacht- und Sonntagszuschläge, flexible Arbeitszeiten sowie Unterstützung für Azubis. Zudem gelten bereits attraktive Arbeitsbedingungen wie 30 Tage Urlaub, Zuschläge für Nacht- und Feiertagsarbeit, Jahressonderzahlungen und eine betriebliche Altersvorsorge.
Die Arbeitgeber kritisieren, dass die Gewerkschaft damit nicht an einer schnellen Einigung interessiert sei, sondern eher weitere Streiks in Aussicht stellt, die die Fahrgäste belasten könnten. Die Verhandlungen sollen fortgesetzt werden, eine Lösung bleibt jedoch ungewiss.
