Magdeburg | Große Auszeichnung für drei Schüler des Norbertusgymnasium Magdeburg: Nils Maiwald, Jannick Dietz und Hendrik Ulbrich haben mit ihrem Projekt „Vom Kot zur Schale“ den Landeswettbewerb „Jugend forscht“ 2026 in Sachsen-Anhalt gewonnen.
Entstanden ist das Projekt in enger Zusammenarbeit mit der Zoopädagogik des Zoo Magdeburg im Rahmen der dortigen Jugend-forscht-AG. Begleitet von Fachkräften des Zoos beschäftigten sich die Schüler mit einer alltagsnahen Umweltfrage: der nachhaltigen Alternative zu herkömmlichen Einwegschalen aus Kunststoff.
Ihre Lösung basiert auf einem ungewöhnlichen, aber nachhaltigen Rohstoff: Elefantenkot. Dieser enthält zahlreiche pflanzliche Fasern, die sich zur Herstellung biologisch abbaubarer Materialien eignen. Daraus entwickelten die Schüler kompostierbare Schalen als Beispiel für funktionierende Kreislaufwirtschaft.
Ein wichtiger Bestandteil der Forschung war die hygienische Aufbereitung des Materials. Dabei wurden verschiedene Verfahren getestet, darunter Mikrowellenbehandlung, Hitze und Kälte. Das Ergebnis: Mikrowellen erwiesen sich als besonders effektiv zur Sterilisation des Ausgangsstoffes.
Das Projekt zeigt, wie wissenschaftliches Arbeiten, Nachhaltigkeit und Kreativität miteinander verbunden werden können. Es leistet einen innovativen Beitrag zur Reduzierung von Kunststoffabfällen und macht zugleich das Potenzial bisher ungenutzter Ressourcen sichtbar.
Der Zoo Magdeburg gratuliert den Preisträgern herzlich und betont die Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen Bildung, Forschung und Umweltbildung. Bereits in der Vergangenheit konnte die Jugend-forscht-AG des Zoos mehrfach Erfolge im Landeswettbewerb erzielen.



