Dienstag, 6. Dezember 2022
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    Städtisches Wirtschaftsdezernat wird internationale Ausrichtung Magdeburgs weiter verstärken

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    Die Landeshauptstadt Magdeburg wird ihre internationale Ausrichtung weiter forcieren und auch die Willkommenskultur verbessern. Ziel ist es, das Bewusstsein für mehr Internationalität zu stärken. Ein Grund ist die geplante Intel-Ansiedlung, durch die der Bedarf an internationalen Angeboten in Magdeburg weiter steigt.

    Magdeburg erwartet deshalb zahlreiche Beschäftigte aus dem Ausland mit ihren Familien, die zu Einwohnern der Landeshauptstadt Sachsen-Anhalts werden. Bereits jetzt gibt es dazu erste Besuche in der Ottostadt.

    „Die Anliegen an die Verwaltung sind dabei sehr vielfältig“, betont Sandra Yvonne Stieger, die Beigeordnete für Wirtschaft, Tourismus und regionale Zusammenarbeit. „Englischsprachiger Schulunterricht spielt dabei genauso eine Rolle wie die Akzeptanz von Kreditkartenzahlungen in den Geschäften. Das ist absolut nachvollziehbar, denn uns würde es ähnlich gehen, wenn wir in ein anderes Land ziehen. Deshalb müssen wir uns bereits jetzt auf die neue Situation einstellen.“

    Um den Handel und die Gastronomie international auszurichten, bietet das städtische Wirtschaftsdezernat in einem ersten Schritt ab sofort einen Übersetzungsservice für deutschsprachige Speisekarten ins Englische an. Das Online-Angebot steht allen Restaurants der Stadt kostenfrei zur Verfügung. Wer seine Speisekarte übersetzen lassen möchte, kann unter www.magdeburg.de/translation seine Kontaktdaten hinterlegen und die Speisekarte als PDF- oder Word-Datei hochladen. Die Stadtverwaltung schickt die übersetzte Fassung per E-Mail zurück.

    Basis dafür ist eine Kooperation mit der IG Innenstadt, um möglichst umfassende Angebote zu schaffen, die von allen Händlern und Gastronomen wahrgenommen werden können. Der Sprecher der IG Innenstadt, Arno Frommhagen, treibt das Thema ebenfalls voran: „Wer vom Zuzug profitieren möchte, muss sich zukunftsorientiert aufstellen. Das ist allein sehr schwer. Daher begrüßen wir die Initiative des Wirtschaftsdezernates und sind gern ein aktiver Partner.“

    Häufig werden von den neuen Gästen Restaurants erfragt. Im ersten Schritt werden daher alle Restaurants der Stadt aufgerufen, Speisekarten nicht nur in deutscher Sprache, sondern mindestens auch auf Englisch und gern auch in weiteren Sprachen anzubieten. Zur Übersetzung wird das Programm „DeepL“ verwendet, ein deutscher Online-Dienst für maschinelle Übersetzungen. Eingescannte Dateien werden vom Programm nicht erkannt.

    „Das ist aber nur ein Anfang, weitere Maßnahmen werden folgen“, blickt die Beigeordnete Sandra Yvonne Stieger voraus „International zu werden, ist nicht so schwer. Es sind viele kleine recht einfache Maßnahmen, die einen immensen Servicegewinn bieten, der sich schnell auszahlt, im wahrsten Sinne des Wortes.“

    Weitere Vorschläge sind ebenfalls gern gesehen. Die Erfahrung der Händler und Gastronomen ist die beste Quelle für die nächsten Schritte. (PM LH MD)

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