Montag, 6. Februar 2023
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    NEWS

    Über 150 Mio. Euro für Investitionen in Infrastruktur, Schulen, Kulturbauten, Soziales, Sport und Sicherheit

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    Oberbürgermeisterin Simone Borris hat heute die wichtigsten Projekte der Landeshauptstadt Magdeburg für das Jahr 2023 vorgestellt. Im Rahmen der traditionellen Jahresauftakt-Pressekonferenz im Alten Rathaus erläuterte sie, welche Vorhaben in den kommenden Monaten auf der Agenda der Stadtverwaltung stehen.

    „Nach einem herausfordernden Jahr 2022, das unter anderem von den Auswirkungen der Pandemie und der Aufnahme von mehr als 4.400 ukrainischen Geflüchteten geprägt wurde, warten auch in den kommenden 12 Monaten zahlreiche Projekte und Aufgaben auf die Umsetzung“, blickt Oberbürgermeisterin Simone Borris nach vorn. „Dazu gehören unter anderem die weiteren Vorbereitungen für die geplante Intel-Ansiedlung, die Fertigstellung des City-Tunnels, die Freigabe des Strombrückenzugs, die Fortsetzung der Modernisierung von Hyparschale und Stadthalle, der 4. Bauabschnitt der 2. Nord-Süd-Verbindung der MVB und nicht zuletzt die Erweiterung der Grundschule Ottersleben sowie der Ausbau der Grundschule in Westerhüsen. Die Landeshauptstadt wird dafür mehr als 150 Mio. Euro investieren.“

    Feierliche Einweihung des City-Tunnels am 31. März

    Am 31. März wird der City-Tunnel feierlich eingeweiht. „Bis dahin erfolgen die Fertigstellung der technischen Ausstattung des Tunnels und aller Verkehrsknoten sowie Tests und Probeläufe der fertigen Anlagen im Zusammenspiel mit der Tunnelüberwachung“, blickt die Oberbürgermeisterin voraus. Die noch notwendigen Arbeiten unter den Bahnbrücken und am Kölner Platz werden bis zum Sommer 2023 andauern. Anschließend kann die Künstlerin Claudia Walde im Rahmen des Wettbewerbes „Kunst am Bau“ auch die südlichen Brückenwiderlager gestalten. Die Widerlager auf der Nordseite hat sie bereits im Juni 2022 fertig gestellt.

    Freigabe des neuen Strombrückenzugs zum Jahresende

    Für ein weiteres Großbauprojekt, den Ersatzneubau des Strombrückenzuges, soll 2023 ebenfalls die Freigabe erfolgen. „An diesem Ziel halten wir weiter fest“, betont Simone Borris. „Noch in diesem Monat wird die neue Verkehrsverbindung von der Alten Zollbrücke zur Stadtparkstraße freigegeben. Damit entfällt dann der Weg über die Straße Kleiner Werder, was Baufreiheit an den östlichen Widerlagern der Strombrücke ermöglicht. Bis zur Freigabe des gesamten Strombrückenzuges bleiben die Umleitung für den Kfz-Verkehr über die Sternbrücke und der Schienenersatzverkehr der Linie 46 vom Heumarkt bis zum Hasselbachplatz bestehen. Über die Namensgebung für die beiden Brücken wird in diesem Jahr abschließend der Stadtrat entscheiden.“

    Weitere Brückensanierungen

    Im Frühjahr beginnen die Komplettierung und Fertigstellung der Straßenbrücke über die Gleise der Deutschen Bahn AG in der Oebisfelder Straße. Das Bauvorhaben beinhaltet den abschließenden Umbau des bisherigen provisorischen Erdwiderlagers in ein endgültiges Stahlbetonwiderlager. Der vorgesehene Umbau gewährleistet eine dauerhafte Standsicherheit des Bauwerkes und berücksichtigt die Möglichkeit einer späteren Anbindung an die Burger Straße. Die Arbeiten werden überwiegend unter Vollsperrung des Straßenverkehrs erfolgen. Der Fußgänger- und Radverkehr wird über eine Behelfstreppe über das Brückenbauwerk geführt. In den kommenden Wochen erfolgt zudem die Auftragsvergabe für die Rad- und Fußgängerbrücke am Cracauer Wasserfall. Der Baubeginn ist für das 2. Quartal geplant.

    Vorbereitungen für Intel-Ansiedlung

    Nach der Bekanntgabe der geplanten Intel-Ansiedlung im Süden der Landeshauptstadt haben Verwaltung und Stadtrat im vergangenen Jahr weitere wichtige Entscheidungen zur Vorbereitung des rund 350 ha großen Gebiets am Eulenberg getroffen. So hat der Stadtrat am 28. November den Kaufvertrag über die städtischen Grundstücke an den Investor Intel bestätigt. Vorausgegangen war am selben Tag die Unterzeichnung des Kaufvertrages bei einem Magdeburger Notar. In der vergangenen Woche haben die archäologischen Untersuchungen des Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologie begonnen. In den kommenden Monaten werden die baufeldfreimachenden Arbeiten am Eulenberg, unter anderem für die Umverlegung einer Stromleitung, kontinuierlich fortgesetzt. Zudem wird die Umsetzungsplanung für den Bauablauf vorbereitet. Das Vorhaben ist hoch komplex und besteht aus mehreren sogenannten Workstreams. Neben dem Bau geht es unter anderem um die Versorgungsmedien, den Welcomeservice für die Fachkräfte und die gesamte Wertschöpfungskette mit den entsprechenden Zulieferern. Gemeinsam mit den Kommunen Wanzleben und Sülzetal wird das Thema der regionalen Zusammenarbeit dabei auf eine neue Stufe gehoben.

    Ausbau des Industriehafens

    Der Ausbau des Industriehafens wird 2023 weiter fortgesetzt. Der Bau des sogenannten Fangedamms zur Abschottung des Industriehafens von der Elbe wird voraussichtlich im 3. Quartal abgeschlossen. Die Herstellung und Erneuerung von Kaianlagen auf einer Länge von rund 700 Metern des Industriehafens beginnen voraussichtlich im 4. Quartal. Mit dem Erweiterungsvorhaben wasserstandsunabhängiger Flächen wird der Industriehafen auf einer Länge von etwa 2 Kilometern ertüchtigt. Das Erschließungsgebiet einschließlich anliegender Betriebe, die von dieser Maßnahme partizipieren, beträgt 85 ha.

    Kulturbauten Hyparschale, Stadthalle und Kunstmuseum

    „Mit großer Aufmerksamkeit verfolgen die Magdeburgerinnen und Magdeburger die Arbeiten an Hyparschale, Stadthalle und dem Kunstmuseum Kloster Unser Lieben Frauen“, so die Oberbürgermeisterin. Im Frühjahr enden an der Hyparschale die Rohbauarbeiten, im Anschluss beginnt der komplette Ausbau, der im 1. Halbjahr 2024 endet. An der Stadthalle werden in diesem Jahr neben den Spezialtiefbauarbeiten auch die Rückbau- und Rohbauarbeiten fortgesetzt. Darüber hinaus beginnen Kanalarbeiten sowie Rohinstallationen der Haus- und Betriebstechnik. Die Wiedereröffnung der Stadthalle ist für das Jahr 2025 vorgesehen. Im engen Zusammenhang mit der Modernisierung der Stadthalle steht die Umgestaltung der Außenanlagen. Aktuell befindet sich das Vorhaben in der Genehmigungsplanung. Für rund 9 Millionen Euro wurden bis zum Sommer 2022 der Nordflügel und die Klosterkirche vom Kloster Unser Lieben Frauen umfassend erneuert. Die Klosterkirche konnte 2022 wieder der Öffentlichkeit übergeben werden. Derzeit werden die Sanierung des Alumnats und des Verwaltungstraktes vom Kunstmuseum vorbereitet. Start ist voraussichtlich im 2. Quartal dieses Jahres.

    Schulen und Horte

    Für die geplante Integrierte Gesamtschule (IGS) am Universitätsplatz startet in diesem Jahr das Ausschreibungsverfahren. „Wir möchten die Planung, Realisierung und Finanzierung des Projektes als einen einzigen Auftrag vergeben“, informiert Simone Borris. „Der vorgesehene Neubau der IGS wird das größte Schulbauprojekt der vergangenen Jahrzehnte.“ An der Gemeinschaftsschule „Johann Wolfgang von Goethe“ werden bis Februar die letzten Arbeiten ausgeführt. Der Einzug erfolgt im Frühjahr. Die Erweiterung der Grundschule „Ottersleben“ endet im 4. Quartal, die Nutzungsaufnahme ist nach den Winterferien 2024 vorgesehen. Für die Sanierung und Erweiterung der Grundschule „Westerhüsen“ erfolgt voraussichtlich im April der Baustart. Der Hort in Rothensee wird 2023 neugebaut, für den Hort in der Braunschweiger Straße stehen in diesem Jahr die Planung- und Genehmigungsphasen an. Baubeginn ist hier im Jahr 2024.

    Sicherheit

    Die Feuerwache Süd erhält nach 22 Jahren Betriebszeit eine umfassende Modernisierung der technischen Anlagen zur Umsetzung von Arbeitsschutzrichtlinien. Die Bauarbeiten haben 2022 begonnen und werden 2023 fortgesetzt. Gemeinsam mit dem Amt für Brand- und Katastrophenschutz plant das Kommunale Gebäudemanagement außerdem den Neubau einer Leitstelle und einer Lehrrettungswache. 2023 erfolgen dafür Planungsleistungen. Das künftige Gebäude soll angemessene Fahrzeugstellplätze, Lehr-, Werkstatt-, Aufenthalts- und Sozialbereiche sowie eine neue integrierte Leitstelle für Feuerwehr, Rettungsdienst und Katastrophenschutz mit Bereichen für den Wachalltag und einer Anbindung an die Feuerwache umfassen. Um die Interessen zu bündeln und Kosten zu minimieren, erfolgen Gespräche mit den benachbarten Landkreisen.

    2. Nord-Süd-Verbindung

    Die Magdeburger Verkehrsbetriebe bauen weiter an der 2. Nord-Süd-Verbindung für die Straßenbahn. Die Bauarbeiten zur Umverlegung des Magdeburger Rings werden nach der Eröffnung des City-Tunnels fortgesetzt, damit anschließend die Arbeiten zur etappenweisen Fortführung der Straßenbahnstrecke zwischen Damaschkeplatz und Hermann-Bruse-Platz weitergeführt werden können. Zudem ist ab Januar die Fortführung der Arbeiten an den Straßenbahngleisen in der Kritzmannstraße vorgesehen. Im Bauabschnitt zwischen Olvenstedter Graseweg und Ebendorfer Chaussee beginnen außerdem in diesem Jahr erste Arbeiten, unter anderem die Umverlegung einer Fernwärmeleitung der SWM und Kanalarbeiten.

    9-Euro-Ticket für Schülerinnen und Schüler ab 1. August

    Fast 17.000 Magdeburgs Schülerinnen und Schüler können ab dem 1. August den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) in der Landeshauptstadt zum monatlichen Preis von 9 Euro nutzen. Das ÖPNV-Ticket kann im Stadtgebiet auch außerhalb der Schulzeiten, an Wochenenden und in den Ferien genutzt werden. Alle bisherigen rund 8.650 Anspruchsberechtigten eine Schülerjahreskarte werden das Ticket kostenfrei erhalten. „Durch den entsprechenden Stadtratsbeschluss vom vergangenen November werden Tausende Familien in Magdeburg finanziell entlastet“, freut sich Oberbürgermeisterin Simone Borris.

    Straßen- und Radwegbau

    Geplant sind 2023 unter anderem die Fahrbahnsanierung in der Herrenkrugstraße zwischen Bahnbrücken und dem Rondell, die Sanierung der Annastraße zwischen Großer Diesdorfer Straße und Alexander-Puschkin-Straße, der Bau einer Rechtsabbiegerspur in der Brenneckestraße (zum Magdeburger Ring), der Ausbau der Straße Am Polderdeich zwischen Schöppensteg und Curiestraße, der Neubau der MVB-Haltestellen in der Lübecker Straße (in Höhe des Neustädter Friedhofs), der Radwegbau auf der Ostseite des Europarings zwischen Harsdorfer Straße und Olvenstedter Chaussee sowie auf der Nordseite des Kirschweges zwischen Lilienweg und Hermann-Hesse-Straße, der Bau von Fahrradschutzstreifen in der Ernst-Lehmann-Straße zwischen Pfälzer Platz und Wittenberger Platz, Radfahrstreifen in der Leipziger Straße zwischen Wiener Straße und Hellestraße, Fahrradabstellanlagen in der Hospitalstraße und am Bahnhof Neustadt, Gehwegsanierungen in der Max-Otten-Straße (Westseite), der Bahnhofstraße zwischen Danzstraße und Hallischer Straße (Westseite) und im Welsleber Weg sowie der Neubau einer Fontänenanlage auf dem Nicolaiplatz.

    Wertstoffhof Silberbergweg, Deponie Hängelsberge und mehr Papierkörbe

    Der kommunale Wertstoffhof Silberbergweg wird bis zum Jahr 2024 erweitert und ausgebaut. Geplant ist ein moderner Wertstoffhof, der den Anforderungen an eine bürgerfreundliche Annahme von Abfällen gerecht wird. 2023 werden das Sozialgebäude errichtet sowie ein temporärer Annahmebereich geschaffen, um die Abfallannahme während der weiteren Ausbauphasen sicherzustellen. Während der Bauzeit wird der Wertstoffhof Silberbergweg geöffnet bleiben. Insgesamt werden hier bis Mitte 2024 mehr als 3,2 Mio. Euro investiert. Die nutzbare Fläche für den Wertstoffhof wird dabei mehr als verdoppelt. Für die Deponie Hängelsberge ist eine Erweiterung geplant, um die langfristige Entsorgungssicherheit für nichtverwertbare Abfälle der Deponieklasse II zu gewährleisten. 2023 erfolgen dafür das Planfeststellungsverfahren sowie bauvorbereitende Leistungen. Zudem werden in diesem Jahr mehr als 120 neue Papierkörbe im Stadtgebiet aufgestellt. Die Neuaufstellung ist Teil der Umsetzung des städtischen Papierkorbkonzeptes.

    Sport

    Die Arbeiten für die neue Drei-Feld-Sporthalle im Lorenzweg gehen in die Zielgerade. Spätestens Mitte dieses Jahres soll die Halle ihrer Bestimmung übergeben werden. Für die Schulen in der Pablo-Neruda-Straße entsteht eine neue Sporthalle auf dem Gelände des Sportvereins TuS, die zwei Felder umfassen und rund 7,23 Millionen Euro kosten soll. Dafür werden 2023 die Ausschreibungen und Vergaben auf den Weg gebracht. Für die geplante Trainingsschwimmhalle am Gübser Weg erfolgen in diesem Jahr die Ausschreibung der Planungsleistungen und die Erarbeitung der ersten Planungsphasen.

    In der Landeshauptstadt werden im Juni an insgesamt fünf Tagen 20 Spiele der Vor- und Hauptrunde zur Handball-Weltmeisterschaft der U21-Männer ausgetragen, darunter vier Spiele des sogenannten President‘s Cup, ausgetragen. Der städtische Fachbereich Schule und Sport wurde federführend mit der Vorbereitung und Organisation für den Spielort Magdeburg beauftragt.

    Mehr Einwohnerversammlungen und Bürgerbeteiligung

    Oberbürgermeisterin Simone Borris plant für dieses Jahr vier Einwohnerversammlungen in Magdeburger Stadtteilen, um mit den Menschen vor Ort noch stärker ins Gespräch zu kommen. Außerdem erarbeitet eine Arbeitsgruppe der Verwaltung ein Beteiligungskonzept, bei dem ebenfalls die Bürger*innen einbezogen werden. Durch Umfragen soll ein Meinungsbild ermittelt und dieses in die Konzeptentwicklung integriert werden.

    Digitalisierung, Bürgerservice und Ausländerbehörde

    In der Stadtverwaltung nutzen bereits zahlreiche Ämter ein Dokumentenmanagementsystem. Die sogenannte digitale Akte ist der Schlüssel zum papierlosen Arbeiten. 2023 sollen weitere Bereiche der Verwaltung von der Digitalisierung profitieren, darunter die Ausländerbehörde sowie das Gesundheits- und Veterinäramt. Für die Ausländerbehörde ist der Aufbau der elektronischen Aktenführung vorgesehen, um die Bearbeitungsverfahren zu beschleunigen. Aufgrund der Wichtigkeit dieses Vorhabens wird der Prozess künftig direkt beim Strategischen Projektmanagement im Bereich der Oberbürgermeisterin betreut. Dadurch sollen ressourcenübergreifende Maßnahmen leichter koordiniert und besser durchgesetzt werden können.

    Soziales

    Die Landeshauptstadt und die „Villa Wertvoll“ realisieren ab Januar das Projekt „Lebensregisseure“ zur Stärkung von Kindern aus suchtbelasteten Familien. Unter der Leitung von geschultem Personal wird ein suchtspezifisches Präventionsprogramm für Gruppen von fünf bis acht Teilnehmer*innen umgesetzt. In zehn Modulen sollen Kinder aus suchtbelasteten Familien effektive Stressbewältigungsstrategien erlernen, psychische Entlastung erfahren, Wissen über die Wirkung von Suchtmitteln erwerben, ihr Selbstwertgefühl steigern und erfahren, dass sie auf ihre Situation Einfluss nehmen können.

    Das Magdeburger Bündnis für Familien arbeitet derzeit an einem Zertifizierungsprozess für Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber in der Region, die besonders familienfreundlich sind oder es werden wollen. Das Bündnis plant hierfür unter anderem einen „Diversitätsindikator“, der die Aufstiegschancen aller Geschlechter und die Akzeptanz unterschiedlicher Familienformen im Unternehmen in die Bewertung einbezieht. 2023 sind die Fertigstellung des Zertifizierungsprozesses sowie ein Pretest geplant.

    Ein Schwerpunkt des Magdeburger Integrationslotsen-Projektes ist die Erweiterung der Integrationslotsen-Richtlinie des Landes um die Zielgruppe der EU-Bürger*innen. Engagierte, die in dem Projekt mitwirken und dabei Menschen mit Fluchterfahrung oder aus EU-Ländern individuell unterstützen möchten, sind herzlich willkommen. Infos zum Projekt sind unter www.magdeburg.de/integrationslotsen im Internet verfügbar.

    Spielplätze

    Der Spielplatz in der Sieverstorstraße wird voraussichtlich in den Sommermonaten barrierefrei und generationsübergreifend unter dem Motto „Alte Brauerei“ neu gebaut werden. Auf einer Fläche von rund 1.450 m² werden phantasievolle Spielelemente eine anregende Spiellandschaft bilden. Mit der geplanten Sanierung des Bolzplatzes im Otternweg wird die umfängliche Sanierung der dortigen Grünfläche im Stadtteil Hopfengarten beendet. Der Bolzplatz wird die Qualität der öffentlichen sportlichen Freizeitangebote im Stadtteil langfristig sichern und zum vielfältigen Ballspiel wie Fußball, Basketball und Badminton einladen. Bereits im ersten Quartal wird der angrenzende Spielplatz freigegeben.

    Ehrungen

    Die feierliche Preisverleihung des Adelheid-Preises ist am 24. Februar 2023 im Kulturhistorischen Museum. Dabei wird die Magdeburgerin Annette Siedentopf für ihr langjähriges und außergewöhnliches Engagement in der Freiwilligen Feuerwehr Olvenstedt ausgezeichnet. Mit dem international renommierten Georg-Philipp-Telemann-Preis wird am 5. März der britische Musikwissenschaftler Dr. Ian Payne geehrt. Der 12. Internationale Telemann-Wettbewerb für Gesang wird vom 10. bis 19. März 2023 im Gesellschaftshaus ausgetragen. Erwartet werden Sängerinnen und Sänger aus aller Welt im Alter von 18 bis 34 Jahren, die sich einer international und hochkarätig besetzten Jury unter Vorsitz stellen. Für den Sommer ist die nächste Verleihung des Kaiser-Otto-Preises geplant.

    Ausstellungen, Veranstaltungen, Bildung und IBA-Shop

    2023 jährt sich zum 1050-mal der Todestag Ottos des Großen. Die Sonderausstellung „Welche Taten werden Bilder? Otto der Große in der Erinnerung späterer Zeiten“ würdigt vom 28. April bis 8. Oktober im Kulturhistorischen Museum erstmals das Nachleben des ersten römisch-deutschen Kaisers, so dass sich eine spannende Darstellung vom vielfältigen interpretatorischen Umgang in der Kunst vom Mittelalter bis in die Gegenwart ergibt. Der Herrscher und seine Zeit werden dabei mit einem wirkungsgeschichtlichen Ansatz aus verschiedenen Zeithorizonten gezeigt. Das Dommuseum Ottonianum lädt im selben Zeitraum mit seiner modernen und interaktiven Dauerausstellung zu einer Entdeckungsreise in die Geschichte des Kaiserpaares Otto und Editha ein und widmet sich außerdem der Entwicklung des Erzbistums Magdeburg und der archäologischen Forschung im und am Magdeburger Dom. Thematisch auf das Jubiläumsjahr abgestimmte museumspädagogische Veranstaltungen im Dommuseum und Kulturhistorischen Museum Magdeburg runden das Programm zum 1050. Todestag Ottos I. ab.

    Das DomplatzOpenAir vom Theater Magdeburg mit dem Musical „Catch Me If You Can“ kann vom 16. Juni bis 9. Juli an insgesamt 18 Tagen besucht werden.

    Die Stadtbibliothek zeigt ab 19. März eine große Hausausstellung zur Provenienzforschung. Hintergrund ist ein Projekt des Landesverbandes Sachsen-Anhalt im Deutschen Bibliotheksverband e.V. zur Provenienzforschung in öffentlichen Bibliotheken Sachsen-Anhalts, an dem sich unter anderem auch Magdeburg beteiligt hat. Kern des Projektes ist die Suche nach Büchern, die einstmals Juden und anderen Verfolgten des NS-Regimes gehörten. Noch heute finden sich solche Kulturgüter in den Magazinen deutscher Bibliotheken. Die Ausstellung „Belastetes Erbe. Provenienzforschung zu NS-Raubgut in öffentlichen Bibliotheken Sachsen-Anhalts“ berichtet von den Methoden und Ergebnissen des Projektes.

    Die Volkshochschule bietet 2023 ein umfangreiches und breites Bildungsangebot für Erwachsene. Die Einrichtung plant ein Grundbildungszentrum zu eröffnen und damit ihr Angebot zur Alphabetisierung und Grundbildung zu erweitern. Zudem sind weitere Schritte beim Zusammenschluss der Stadtbibliothek und Volkshochschule auf dem Weg zu einem Kultur- und Bildungszentrum vorgesehen. Das Frühjahrssemester der Städtischen Volkshochschule startet am 28. Januar mit dem 13. Magdeburger Vereinsforum.

    Am 3. Juni wird die nächste Lange Nacht der Wissenschaft veranstaltet. Ebenfalls für Juni ist das MINT-Festival „MInT Machen“ in der Festung Mark geplant. Ziel dieser Veranstaltung ist es, bei Kindern und Jugendlichen den Umgang mit Technik und Naturwissenschaften zu fördern. MINT steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik.

    Das neue Format des Telemann-Sommerfests wird am 23. und 24. Juni 2023 zum zweiten Mal im Klosterbergegarten veranstaltet.

    Der Seniorenbeirat und der Förderverein des Seniorenbeirates der Landeshauptstadt planen auch im Jahr 2023 wieder einen Seniorentag auf dem Alten Markt. Vorgesehen ist dafür der 13. September.

    Der IBA-Shop ist ab 1. Februar im Breiten Weg 190 zu finden. Er wird täglich von 10.00 bis 17.00 Uhr geöffnet sein.

    Fazit

    Oberbürgermeisterin Simone Borris ist optimistisch, dass 2023 ein erfolgreiches Jahr für Magdeburg wird. „Die Vielfalt und Fülle der städtischen Vorhaben werden wesentlich zur Verbesserung der Lebensqualität in Magdeburg beitragen. Gleichzeitig wünsche ich mir, dass auch durch bürgerschaftliches Engagement die Entwicklung Magdeburgs bereichert wird. Mein Dank gilt allen, die sich in die Gestaltung der Landeshauptstadt aktiv einbringen.“ (PM LH MD)

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