Warnstreik bei den MVB: Busse und Bahnen stehen am Montag still

Von Keven Nau

Der öffentliche Nahverkehr in Magdeburg kommt am Montag, 2. Februar, weitgehend zum Erliegen. Die Gewerkschaft ver.di hat die Beschäftigten der Magdeburger Verkehrsbetriebe GmbH & Co. KG (MVB) zu einem Warnstreik aufgerufen. In der Folge wird im Stadtgebiet kein Straßenbahn- und Busverkehr der MVB stattfinden.

Nach Angaben der MVB beginnt der Streik in der Nacht zu Montag um 0 Uhr und endet am Dienstag, 3. Februar, um 2.30 Uhr. In diesem Zeitraum wird es keinen regulären Straßenbahn- und Busverkehr geben.

Einschränkungen für Fahrgäste

Bereits der Nachtverkehr ist betroffen. Der letzte planmäßige Anschluss findet am Sonntagabend um 23.45 Uhr am Alten Markt statt. Erst in der Nacht zum Dienstag soll der Verkehr schrittweise wieder aufgenommen werden. Als erster regulärer Anschluss nach Fahrplan ist nach Angaben der MVB die Verbindung um 3.15 Uhr am Alten Markt vorgesehen.

Der Streik fällt in den Berufsverkehr zu Wochenbeginn. Die MVB bedauerte die Unannehmlichkeiten für ihre Kundinnen und Kunden.

Als Ausweichmöglichkeiten verweist das Unternehmen auf die Angebote anderer Verkehrsunternehmen im Verkehrsverbund marego. Regionalbahnen, S-Bahnen und Regionalbusse sollen im Stadtgebiet weiterhin verkehren. Auf nicht zwingend notwendige Fahrten sollten Fahrgäste nach Möglichkeit verzichten.

Tarifkonflikt als Hintergrund

Auslöser des Warnstreiks sind die laufenden Tarifverhandlungen zwischen der Gewerkschaft ver.di und dem kommunalen Arbeitgeberverband Sachsen-Anhalt. ver.di hat zu Streiks im öffentlichen Personennahverkehr in Sachsen-Anhalt aufgerufen, in Magdeburg ist davon die MVB betroffen.

Die erste Verhandlungsrunde hatte am 14. Januar stattgefunden. Nach Darstellung der MVB ist der aktuelle Streikaufruf aus Sicht der Arbeitgeberseite „nicht nachvollziehbar und unangemessen“.

Wie es weitergeht

Wie sich der Tarifkonflikt weiterentwickelt, ist offen. Ein neuer Verhandlungstermin wurde bislang nicht genannt. Weitere Warnstreiks im öffentlichen Nahverkehr sind nicht ausgeschlossen, solange es in den Gesprächen keine Annäherung gibt.

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