Zoo Magdeburg in Umweltallianz Sachsen-Anhalt aufgenommen

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Magdeburg | Der Zoo Magdeburg ist offiziell in die Umweltallianz Sachsen-Anhalt aufgenommen worden. Umweltminister Armin Willingmann überreichte die Mitgliedsurkunde persönlich an Zoodirektor David Pruß und würdigte damit das umfassende Engagement des Zoos für Natur- und Umweltschutz.

Der Zoo setzt seit Jahren gezielt auf Maßnahmen zur Förderung der heimischen Biodiversität. Auf dem Gelände wurden rund 50 verschiedene Habitatstrukturen geschaffen, darunter Brutkästen, Insektenhotels, Holzmeiler und Kleinstbiotope. Diese bieten Lebensräume für zahlreiche Tierarten und tragen aktiv zum Erhalt der Artenvielfalt bei – mitten in der Stadt.

Besonders sichtbar wird dieser Erfolg bei den Fledermäusen: In den vergangenen Jahren ist die Zahl der nachgewiesenen Arten deutlich gestiegen. Heute können unter anderem Zwerg-, Mücken- oder Breitflügelfledermäuse regelmäßig im Zoo beobachtet werden. Auch Besucher profitieren davon, denn Führungen und Programme vermitteln anschaulich, wie Naturschutz im Alltag umgesetzt werden kann.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf nachhaltiger Flächenpflege. Der Zoo verzichtet vollständig auf chemische Pflanzenschutzmittel und setzt stattdessen auf naturnahe Bewirtschaftung. Wiesen werden extensiv gepflegt oder durch Tiere beweidet, wodurch wertvolle Lebensräume für Insekten und andere Arten entstehen. Gleichzeitig sorgt ein vielfältiger Baumbestand mit klimaangepassten Arten für ein besseres Mikroklima und zusätzliche CO₂-Speicherung.

Auch in anderen Bereichen setzt der Zoo auf Nachhaltigkeit: Im Zooshop werden überwiegend umweltfreundlich produzierte Produkte angeboten, während bei der Tierfütterung auf regionale und biologisch erzeugte Futtermittel zurückgegriffen wird.

Mit der Aufnahme in die Umweltallianz wird das Engagement des Zoos nun offiziell anerkannt. Gleichzeitig soll das Projekt weitere Impulse für Umweltbildung und nachhaltiges Handeln in der Region setzen.

📸 Fotos: Die begleitenden Bilder zur Auszeichnung und zum Zoogelände stammen vom Magdeburger Fotografen Tobias Quast.

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