Dienstag, 6. Dezember 2022
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    Stadtrat Magdeburg: Fraktion AFD fordert die dauerhafte Fortführung des Schwimmunterrichts in der Kita

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    Nach Antrag der Fraktion AFD vom 18.08.2022 wird die Oberbürgermeisterin, zusammen mit den zuständigen Stellen der Stadt Magdeburg und der Landesregierung beauftragt, Maßnahmen zu ergreifen, die zum Ziel haben, das Erlernen des Schwimmens für alle Kinder mit Wohnsitz in der Stadt Magdeburg bereits vor deren Schuleintritt in öffentlichen Kinderbetreuungseinrichtungen kostenfrei zu ermöglichen. Zu diesem Zweck soll das im Juli 2022 ausgelaufene Pilotprojekt optimiert und verstetigt werden. Insbesondere sollen dauerhafte, praktikable Möglichkeiten gefunden und organisiert werden, um erforderliches zusätzliches Personal für die Aufsicht und zur Unterstützung der Kitas bei der Logistik sicherzustellen, damit der Schwimmunterricht in der Kita auch für die Zukunft dauerhaft abgesichert werden kann. Dazu wird auch an potenzielle externe Partner aus Freiwilligenorganisationen, pädagogischen Ausbildungseinrichtungen oder unter Ehrenamtlichen herangetreten.

    Laut Begründung aus dem besagten Antrag haben an dem ausgelaufenen Pilotprojekt etwa 650 Kinder teilgenommen. Das Angebot ist sowohl vonseiten der Kinder selbst als auch der Eltern und Erzieherinnen, die sich daran beteiligt hatten, sehr positiv aufgenommen worden. Vor allem wurde von allen Seiten einhellig der Wunsch geäußert, das Projekt zu wiederholen bzw. mit einigen Anpassungen, deren Notwendigkeit sich aus der Analyse des Pilotprojekts ergab, zu verstetigen. Es ist zu begrüßen, dass, wie aus der Information des Oberbürgermeisters zum Thema „Erhöhung der Schwimmausbildung der Kinder und Jugendlichen“ vom 23.6.2022 hervorgeht, auch die Verwaltung für das Thema sensibilisiert ist und zumindest Teile des Programms weiterführen will. Das Anfang Juli ausgelaufene Pilotprojekt hatte den Zweck, einen Testlauf zu ermöglichen, der die Stärken und Schwächen erfassbar macht, Verbesserungen ermöglicht, Probleme diagnostiziert und deren Abstellung herbeiführt – und mit dem erlangten Wissen und den eingearbeiteten Verbesserungsvorschlägen möglichst allen Kindern ein Tool zur Umsetzung zur Verfügung zu stellen.

    Einige dieser Problemdiagnosen und Verbesserungsvorschläge haben sich auch tatsächlich aus dem Pilotprojekt ergeben. So gibt es eine Reihe von organisatorischen Herausforderungen beispielsweise mit Blick auf den Betreuungsschlüssel. Manchmal fallen Erzieherinnen aus und nicht immer stehen Eltern zur Verfügung, die als Aufsichtsperson das Schwimmen begleiten können. Hier können und sollen dauerhaft praktikable Antworten gefunden werden, um den
    Schwimmunterricht in der Kita auch für die Zukunft absichern zu können. Mögliche Wege, um dauerhaft ausreichend Aufsichtspersonal für das Projekt sicherzustellen, wären etwa eine Kooperation mit der Hochschule Magdeburg/Stendal oder der Freiwilligenagentur. Auch Pädagogik-Studenten oder Ehrenamtliche könnten beispielsweise in diesem Kontext die Pädagogen in der Kita unterstützen. In Magdeburg gibt es derzeit 143 Kitas mit ca. 6000 Kindern im Alter von 4-6 Jahren. Um für sie dauerhaft einen qualitativ hochwertigen Schwimmunterricht in der Kita gewährleisten zu können, wird eine größere Geldsumme erforderlich sein. Allerdings reden wir hier auch um ein außerordentlich sicherheitsrelevantes und wichtiges Thema, bei dem es um Menschenleben geht und jeder Euro sinnvoll investiert ist.

    Der Antrag der Fraktion soll heute im Betriebsausschuss Kommunale Kindertageseinrichtungen Magdeburg mit thematisiert werden. (Q| Ratsinfo MD)

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